Samstag, 8. Oktober 2011

Das System Kindergarten...

es gibt so Tage, wo ich ein weinendes trauriges Kind im Kindergarten abgegeben habe und dann selber ziemlich traurig bin, da zweifele ich dieses System wirklich an. Bei der Tagesmama gab es ähnliche Tage, aber irgendwie bekam ich kurz nachdem ich weg war eine SMS das es der Ise gut geht... aber da habe ich nur das weinende Kind im Kopf und weiß nicht wie es ihr geht. Manno...
Seit drei Wochen ist Sie nun da.. in der letzten Woche hat Sie sich dort ausgeruht und sogar einige Male dabei geschlafen. Einen Tag wollte Sie in der letzten Woche auch nicht gehen, aber da war dann wenigstens ihre Erzieherin da und dann war allet jut..
Aber zu Hause oder im Laden geht auch nicht immer.. wenn ich da an Dienstag denke, wo Sie den ganzen Laden zusammen gebrüllt hat, weil das Kind einer Kundin etwas angefasst hat... hin oder her und alles geht auch irgendwie nicht.
Eigentlich möchte ich das Sie gerne dort hin geht und vor allem an den Tagen, wo ich arbeite.. das sind dann 3 von 5 Tagen. Aber im Moment muss Sie dort ankommen, denke ich und bringe Sie jeden Tag.. nach 4 freien Tagen fällt dies dann besonders schwer und der Zweifel ist groß.... nicht nur bei mir. Im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich einige, wo die Kinder gar nicht in den Kindergarten gehen...

Bisher empfinde ich Kindergarten als laut, chaotisch und aber auch aufregend.. Ise ist auch lauter geworden, spielt aber auch mehr alleine und viel ruhiger zu Hause. Anders halt.. bringt viel mit, auch Gewalt und Toben ist mehr Thema hier.
Ich denke ich schaue es mir noch ein paar Wochen an und werde mich wohl dann entscheiden.. im Moment finde ich es nicht wirklich toll, so wie es ist, aber das ist auch erst ein Anfang und neue Dinge brauchen Zeit und manche noch viel länger...

Kommentare:

  1. oh ich kenne das von meinem Großen! Da hab ich auch sehr an allem gezweifelt.
    Inzwischen geht er gerne und die Kleine hatte überhaupt keine Probleme! Da ist wohl auch jedes Kind anders!
    Viel kraft euch.

    LG
    Sabine

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  2. Ach man ihr Armen :(
    Hier ist es wirklich sehr schön und liebevoll im Kindergatren meine Kinder wollen immerzu hin.
    Leider ist unser Kindergarten in vielen Dingen wohl eine Ausnahme. Wie Schade.
    Sie sind nicht lauter oder agressiver geworden, lassen es eher da und sind ruhiger zuhause. Einzig das Thema schießen kam mal auf, aber auch in sehr kleinem umfang.
    Vielleicht gibt es ja doch noch ein Happy End, viel Glück!

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  3. Kindergarten ist wirklich ein großes Thema und leider überall anders. Ich bin sehr froh, dass in unserem immer an erster Stelle steht, dass es dem Kind gut geht und auch der Mutter. Ich durfte bei meiner Ise am Anfang - sie war gerade 2 - tagelang den ganzen Vormittag bleiben und dann wochenlang morgens auch noch lange da sitzen, bis sie mich dann zur Tür brachte. Ich musste sie kein einziges Mal weinend dort lassen, nur ein paar Mal wo sie mich trotzdem raus gebracht hat, nach dem Motto "Ich bin traurig, dass du gehst, aber ich will auch hier bleiben." Vielleicht geht das nicht mit jedem Kind, aber es ist noch heute so, wenn eins von meinen beiden Kindergartenkindern mal nicht da bleiben will, bleibe ich eine halbe Stunde und spiele ein Spiel, animiere andere Kinder mitzuspielen und darf dann irgendwann gehen. Und ganz wichtig finde ich, dass keine Erzieherin mich drängt zu gehen. Sie wissen, dass ich gehen werde wenn wir soweit sind...
    Ach so, wir hatten auch erst eine 3 Tage Woche, das war deutlich besser, als sie 5 Tage ging...
    Ich wünsche euch, dass ihr eine gute Lösung für euch beide findet. Sicherlich gibts bei euch auch Alternativen, aber du hast dich doch auch so über den Platz gefreut? Manchmal brauch es vielleicht auch ein bisschen Zeit!
    Viele Grüße, Britta

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  4. Ich denke auch gerade daran, dass ich mein Kind eventuell wegen den von Dir genannten Gründen aus dem Kindergarten raus haben möchte. Nur es wird dann wirklich schwer mit der Betreuung und dem lieben Arbeiten. Davon kann ich ein Lied singen. Und mein Kind ist nicht erst seit kurzer Zeit im KiGa. Mit der Zeit habe ich das Gefühl wird es eher schlimmer. Ja, eine schöne Alternative müsste her. Vielleicht im Verbund mit anderen Müttern, denen es ähnlich ergeht.

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  5. Ich kann das gut verstehen, daß Du nicht glücklich mit der Situation bist. Mein "Großer" ist immer sehr gerne in den Kindergarten gegangen, aber mir hat nie so richtig gefallen, was er mit nach Hause bringt. An Ausdrucksweisen, Chaos, Verhaltensweisen und allgemeiner Unruhe. Er war immer aufgekratzt, überdreht und SEHR laut. Freispiel ohne Ende.

    Ich hatte mehr und mehr das Gefühl, daß es nicht so ganz das Richtige für uns alle ist. Klar gehen nur die Kinder in den Kindergarten, aber als Eltern muß man damit halt auch zufrieden sein - finde ich zumindest.
    Als der kleine Racker jetzt auch in diesen Kindergarten sollte, habe ich mir ein Herz gefaßt und meine Familie überzeugt, daß wir den Kindergarten wechseln. Es ist jetzt mit viel Umstand verbunden, weil es relativ weit zu fahren ist, aber das "Opfer" bringe ich gerne.
    Mein Eindruck da war auch gleich in der ersten Woche soo positiv, daß ich sicher bin: es war die richtige Entscheidung. Jetzt nach ein paar Monaten erst recht. Dort ist es viel viel ruhiger, strukturierter, harmonischer und weniger "plastisch".
    Es tut den beiden Jungs gut, sie sind ausgeglichener und ich bin damit auch glücklicher und das färbt mit Sicherheit auch ab.
    Ich muß mich zwar jetzt mit dem Thema "Waldorf" auseinandersetzen, aber auch da kann ich glaube ich einen guten Mittelweg finden. Zu Hause malen meine Kids immernoch mal mit Filzern und mit allen Farben, an solchen Sachen und vielen anderen wird sich auch nichts ändern. Man muß sich irgendwie das rauspicken, was man für das beste hält.
    Wenn ihr da nicht richtig glücklich seid, dann guck dich einfach nochmal um. Vielleicht findet ihr ja auch eine andere Form, die euch eher entgegenkommt.

    Ich wünsche Euch ganz viel Kraft dabei !
    Liebe Grüße

    Virginia

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  6. Ach ja, diese Gedanken gehen uns wohl allen mal durch den Kopf. Unsere kleine Kindergartenstarterin hat zwar keinerlei Probleme, Tränen sind kein Thema und sie fängt sofort an, zu spielen ohne sich nach Mama oder Papa umzusehen. Aber der große Bruder, der nun schon 2 Jahre Erfahrung hat, weint phasenweise immer wieder mal beim Abschied, obwohl auch sein Start so einfach und ohne Tränen abging. Da fällt das Gehen schwer. Aber: Ich weiß, dass es ihm trotzdem gut geht im Kiga. Sobald man nämlich außer Sichtweite ist, schaltet er um und spielt, als wäre nichts gewesen. Wird er abgeholt, will er meistens noch nicht heim. Die Erzieher gehen liebevoll mit den Kindern um und ich kann hinter dem Konzept stehen. Dass auch mal was nicht optimal oder in diesem Rahmen einfach anders läuft, gehört dazu und lässt sich klären.
    Lauter werden die Kinder und das eine oder andere Schimpfwort kommt auch mit nach Hause. Hier wachsen eben nicht alle Kinder so auf wie unsere. Aber man kann sie ja (leider?) nicht ihr Leben lang vor dem Rest der Welt beschützen. Dann sollen sie lieber lernen, damit umzugehen.
    Neben allem, was Zweifel sät, beobachte ich doch, dass die Kinder sehr vom Kiga profitieren. Sie werden selbständiger, verlieren ihre Schüchternheit, lernen, für sich einzustehen und erleben auch mal was, das man im Familienrahmen nicht so leicht organisieren kann.
    Ich sag also ja zum "System" Kindergarten trotz der Nachteile. Aber die absolut wichtige Grundlage ist halt, dass man ja zum betreffenden Kindergarten mit allem Drum und Dran sagen kann. Wäre das nicht so, würde ich auch noch mal anders drüber denken.

    LG Doro

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  7. Ja, das ist echt hart, wenn man sein weinendes Kind zurück läßt und sich den ganzen Tag schlecht fühlt. Was sagen denn die Erzieherinnen wie es Deiner Tochter geht? Meine Erfahrung ist, daß sie sich meist schnell fangen, wenn die Mama erst mal weg ist. Manche Kinder brauchen auch einfach länger sich an alles zu gewöhnen. Der Lärm, die vielen anderen unbekannten Kinder und Erwachsene, der neue Rhythmus und noch so vieles mehr. Vielleicht gibt es ja ein Kuscheltier, das jeden Tag zur Unterstützung mitkommen darf.

    Und wenn ich das mal so sagen darf, vielleicht merkt Deine Tochter auch Deine Unsicherheit, bitte verstehe das nicht als Vorwurf an Dich. Ich kenne mich mit blutenden Mutterherzen aus. Ich mußte meine 2,5jährige Tochter in den KIGA geben, von 7.30 - 16.30 Uhr, weil ich arbeiten mußte. Als Alleinerziehende blieb mir damals nicht viel anderes übrig. Und das war oft hart. Da spielt auch das eigene schlechte Gewissen eine große Rolle.

    Ich glaube aber, dass es Kindern immer gut tut mit anderen Kinden zusammenzusein. Und seinen Kindern auch mal was zuzutrauen. Sprich doch mal mit den Erzieherinnen. Wer weiß, wie sie Deine Kleine einschätzen.
    Ganz herzliche Grüße.
    Michaela

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  8. in was für einen Kindergarten geht Ise denn?
    ich kann dir wirklich nur einen Waldorfkindergarten empfehlen, hast du dich mit dieser Thematik schonmal auseinandergesetzt?

    vlg
    nadine

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  9. Wir sind im evangelischen Kindergarten und der ist schon sehr liebevoll mit den Kindern.. unsere Tagesmama ist auch eine Waldorferzieherin gewesen und ich werde hier wohl im Waldorfkiga mal nachfragen..

    Wir sind ja eher Rosinenpicker und suchen uns aus allen Philosophien gerne überall das beste heraus.. naja aber so arbeiten die wenigsten Kindergärten...

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  10. Kopf hoch! Schaut es euch in Ruhe an, und trefft dann eine Entscheidung, ohne es zu überstürzen... Am Ende liegt ja das Bauchgefühl meistens richtig, also lass alles mal sacken, und hör dann mal in dich rein... :)

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