Donnerstag, 6. September 2012

Von Stoffwindeln zu Windelfrei...

wenn man schon bei Stoffwindeln angekommen ist, versucht man auch die ein oder andere Windel zu sparen.. genau weniger waschen und vorallem das große Geschäft ist wirklich *IBÄH* also ab damit ins Töpfchen.. wie das geht nicht?
Doch Babies wissen genauso wie Sie Hunger haben, das Sie auch MAL MÜSSEN.. wir trainieren ihnen das nur ab, indem wir ihnen Windeln ummachen, die alles aufsaugen und sie zu trocken halten.
Gelesen habe ich über windelfrei zum ersten Mal bei Julia Dibbern in ihrem Buch 'Geborgene Babys ' von da kam ich auf Nicolas Windelfrei Blog und dann habe ich es einfach ausprobiert.
Mit den Stoffwindeln habe ich es eh immer gemerkt.. zum Anfang sehr unregelmässig, aber immer morgens nach dem Aufwachen war die Windel wieder nass oder die Unterlage ... genau viele Babies pulllern los, wenn man die Windel abmacht.. klares Zeichen oder!?.. also beim Wechseln einfach abhalten (bei mir war es am Anfang das Waschbecken), einen Laut etablieren und sich freuen, wenn es dann mal klappt oder auch nicht traurig sein, wenn nicht.

Windelfrei bedeutet nämlich NICHT:
jedes Pipi oder Kaka aufzufangen
dauerhaft keine Windeln zu tragen
Sauberkeitstraining


Ein schöner Nebeneffekt ist das die Kinder meist früher trocken sind und man kein Groß mehr in den Windeln hat...
So und nun wieder zu uns.. nach 3 Jahren Papierwindeln bei der Großen, ewiges Theater das Sie diese Dinger braucht, obwohl Sie zuverlässig auf die Toilette gegangen ist. Bei der Kleinen musste irgendetwas anders laufen, das war mit klar... dadurch fand ich für uns Stoffwindeln super, denn die Kleine schaut bei jedem Pipi das in die Windel geht an sich herunter, meckert vorher oder versucht die Windel abzumachen.. manchmal bekomme ich es mit, manchmal aber auch nicht. Pfützen gibt es auch mal.
Morgens geht Sie aufs Töpfchen seit über 3 Monaten und vorher haben wir Sie zuverlässig abgehalten. Sogar der Papa hat Spaß daran und ist morgens freudig mit aufgestanden. Die Frage morgens im Bett nach Pipi machen.. wird mit einem Strahlen und Loskrabbeln beantwortet, davor war es wildes Strampeln und nun klettert sie selber raus... manchmal auch mit einem lachendem 'Nein' und verstecken, wegkrabbeln.. fangen lassen. Nachts dagegen haben wir es nie geschafft, denn ich bin zu faul zum Aufstehen, abhalten oder auch die Schüssel ins Bett zu holen, aber wie gesagt bei jedem geht es anders und wichtig ist kein Stress.
So Nicola hat in ihrem Windelfrei-Blog ganz ganz viel dazu geschrieben, ansonsten schaut bei Julia Dibbern vorbei.. die hat ganz tolle Videos dazu gedreht oder besucht einen Windelfrei-Kurs.. es ist nie zu spät, wie hier erklärt wird... schöne Erfahrungsberichte findet ihr auch bei TopfFit..


Literatur:
Laurie Bourke - TopfFit!: Der natürliche Weg mit oder ohne Windeln

Julia Dibbern - Geborgene Babys

Ingrid Bauer - Es geht auch ohne Windeln!: Der sanfte Weg zur natürlichen Babypflege

Lini Lindmayer - Windelfrei? So geht's!: Natürliche Säuglingspflege - Begleiten der frühkindlichen Entwicklung durch Kommunikation und Körperkontakt

Und ich liebe ja die kleinen Bücher von Regina.. und so gibt es auch eins über windelfrei - Baby Lulu kann es schon! Das Kindersachbuch zum Thema natürliche Säuglingspflege und windelfreies Baby

Als Motivation denkt an die Müllberge durch Wegwerfwindeln und lasst Euch nicht stressen, macht Pausen und schaut immer mal wieder was geht und was nicht... freipinkelnde Babies sind nämlich was tolles.

Besorgt Euch für zwischendurch Windeln die Euren Bedürfnissen entsprechen.. seien es etwa Wegwerfwindeln, Stoffwindeln oder Trainerhosen. Und lasst öfter mal die Windeln einfach weg!
So bei uns sind für den KiGa neue Windeln eingezogen, obwohl wir die vermutlich nicht mehr lange brauchen werden.. aber es gibt so Tage, da brauche ich 6 und andere Tage dann wieder nur 2.. wissen tut man das vorher nie und so musste ich noch etwas aufstocken... natürlich bunt.

Kommentare:

  1. Hast Du die neuen Windel selbst genäht? Oder sind die gekauft – falls ja, wo? Liebe Grüße, Sissy

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    1. Gekauft, aber auch gebraucht... sind aber wie neu. Ich mag die Totbots sehr, aber es gibt auch Testpakete bei den Internetshops und die würde ich immer empfehlen.. habe meiner Schwester auch gerade von jeder Windel die ich habe, eine ausgeborgt und Sie testet durch, denn kaufen und feststellen die passen nicht oder gefallen nicht, ist da sehr teuer. Und kaufe ausreichend viele, denn mit zu wenigen macht es keinen Spaß, weil man so oft waschen muss.. so 15 Stk. wären super für den Anfang.

      Lieben Gruß
      --Christiane

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  2. Sehr interessant dein Artikel :)
    Wie alt ist denn Deine Kleine? Ich werde aufjedenfall mal auf den anderen Seiten weiter stöbern.

    Herzliche Grüße
    Julia

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    1. Grete ist 15 Monate und ja mach mal.. die Kinder stehen da auch total drauf und machen sehr gerne mit.
      Abhalten und einen Laut dazu etablieren wie z.B. *pppsssstPipi* oder *pschschtscht*
      Lieben Gruß
      --Christiane

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  3. So ähnlich war es bei uns auch: Großes Kind brauchte 3 Jahre mit Wegwerfwindeln und beim kleinen habe ich in der 3. Lebenswoche meine innere Reißleine gezogen und entgegen vieler Bedenken aus der Familie und dem Umfeld auf Windelfrei umgestellt. Und damit kamen auch die Stoffwindeln in unseren Haushalt. Ganz schnell kam ich dann auf die Idee, diese Dinger selbst zu nähen. Das geht nämlich auch ganz toll mit alten Handtüchern und alter Bettwäsche - im Sinne der Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt.
    LG, Nadine

    P.S.: Das kleine Kind war mit 20 Monaten Tag und Nacht trocken ... aus Gewohnheit den Topf oder die Toilette zu nutzen schätzen wir.

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    1. Die Grete ist jetzt 15 Monate und das hoffe ich auch.. also manche Tage braucht Sie manchmal echt keine Windel und dafür gibt es wieder Tage so wie heute da habe ich massig.. aber es wird und das ist toll. Danke Dir fürs teilen deiner Erfahrung..

      Lieben Gruß
      --Christiane

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  4. Nachhaltigkeit hin und her, aber die Stoffwindel müssen ja auch gewaschen werden und man hat dadurch mehr Wäsche. Und mit weniger Waschmittel bei Windeln, nein, danke, es sollte schon richtig sauber sein!!!
    Meine drei sind alle mit "Pampers" aufgewachsen, und mit 2,5 Jahren tagsüber trocken und 3 Jahren auch nachts, ohne irgendeinen Rückfall. Mein bruder hatte damals Stoffwindeln und hat 5 Jahre gebraucht um nachts trocken zu sein. Das Argument, dass die "windelfrei" aufwachsenden Kinder schneller trocken sind, lasse ich nicht gelten, jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und der lässt sich sicher nicht durch solche Sachen beschleunigen.
    Klar Müll sollte man vermeiden, aber Wasserverbrauch auch, also hält sich wohl alles die Relation. Es ist bekannt, dass die Ökobilanz beider, Stoff- und Papierwindeln, sich die Waage hält, beim einen der Müll, beim anderen das Wasser...

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    1. Verfechter von Wegwerfwindel behaupten manchmal, dass die Umweltbelastung durch Stoffwindeln ungefähr die Gleiche ist, weil diese gewaschen werden müssten und man durch Wegwerfwindeln sogar angeblich „Wasser sparen“ könne.

      Die Wahrheit ist jedoch, dass selbst das Waschen der Stoffys zwei bis drei mal pro Woche während zweieinhalb Jahren immer noch WENIGER Wasser verbraucht, als das Herstellen von 4500 Windeln. Der Wasserverbrauch der industriellen Produktion darf keinenfalls unterschätzt werden.

      Nur ein Beispiel: Ein Waschgang mit einer modernen Waschmaschine benötigt zwischen 68 und 102 Liter Wasser. Das macht zwischen 26 520 und 39 780 Liter über den gesamten Zeitraum von zweieinhalb Jahren, wenn drei Mal pro Woche gewaschen wird. In derselben Zeit würde die industrielle Produktion der Wegwerfwindeln für ein Kind 55 000 Liter Wasser verschlingen*.

      Wegwerfwindeln kosten also wesentlich mehr Frischwasser als Stoffys – und sind obendrein auch noch nicht wiederverwertbar.

      *Informationen: Verband der österreichischen Papierindustrie - Umweltbericht

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  5. Anonyme Kommentare sind immer sehr einfach und die Studie die Du meinst, wurde von Procter & Gamble finanziert.. klar das da die nicht verrotbaren Plastikwindeln besser oder gleichwertig wegkommen. Der Absorberkern der Windeln ist so giftig, das man ihn nicht in normalen Verbrennungsanlagen verbrennen kann und das sagt schon alles. Irgendwie sind Windeln echt ein spaltendes und sensibles Thema und falls Du richtig gelesen hast, dann ging es nicht um Windelnwaschen und Waschmittel sparen.. nein generell wird zu viel Waschmittel dosiert, also da mal drauf achten. Ansonsten habe ich ja auch geschrieben: Einfach mal die Windel weglassen.. hat verblüffende Ergebnisse und ist die beste Lösung...
    Und ich finde 3 Jahre schon sehr lang.. Studien haben gezeigt, das windelfreie Kinder mit 18-20 Monaten trocken sind, also in fast der Hälfte der Zeit... klar nicht jedes Kind, aber viele und das eine früher und das andere später.
    Lieben Gruß
    --Christiane

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