Samstag, 21. Mai 2011

Ich lese ja wenig Bücher zum Thema Erziehung...

weil es mich nicht besonders interessiert und weil ich denke, das man vieles aus dem Bauch heraus erklären kann.. das wichtigste ist die Liebe zum Kind, Respekt gegenüber seinen Bedürfnissen und Geduld... ansonsten sollte man selber authentisch sein, auch mal egoistisch und vor allem Ruhe bewahren. Weniger ist manchmal mehr, besonders wenn es um den Alltag geht. Ausser im Punkt Rituale, davon kann es nicht genug geben... ich glaube es liegt aber auch an der Gegend wo wir wohnen, denn hier ist vieles auf Kinder ausgerichtet... kein Cafe/Restaurant, wo man mit Kind schief angeguckt wird, viele Spielplätze und jede Menge andere Kinder.. viele entspannte Eltern, die eher antiautoritär mit ihren Kindern umgehen, reden auf Augenhöhe und lassen dem Kind auch mal seine Freiheiten.. jaja auch wenn das Kind sich schon wieder nackig machen will... Ich habe natürlich auch meine Grenzen und das wird dann manchmal schwierig... dort entstehen Reibungen, aber mit viel Liebe und Vertrauen, schafft man auch diese Hürden im miteinander...
Ich habe gerade einiges aufgrund des Todes von Wolfgang Bergmann gelesen und bin halt manchmal echt weltfremd durch meinen Umgang, meine Umgebung und mein Umfeld für andere Ansichten.. Pikler, Montessori & Co. sind alle toll, aber im Grund ist mir jede Theorie zu eng und so sind und bleiben wir Rosinenpicker.. das Eine hier, das Andere von dort und Hauptsache wir haben alle noch Spaß zusammen. Ich bin gespannt, wie es mit zweien wird...

Achso was vielleicht der Grund für diese Entspanntheit bei Erziehungsfragen sein kann... sind die Elternbriefe... ich weiß nicht wieso, aber wir bekommen Sie seit Anfang an immer in regelmässigen Abständen zugeschickt und lesen diese seitdem sehr gerne... heute kam Brief Nr. 22 (2 Jahre und 8 Monate) .. vielen Dank für diese tollen Briefe mit vielen Anregungen ...

Kommentare:

  1. wir sind auch solche Rosinenpicker ;)
    Ich komme aus Polen und finde die Polen sind in vielen Dingen (stillen/Familienbett) viel entspannter als die Deutschen. Vieles mache ich wie meine Mama oder meine Oma es schon gemacht haben, vieles auch wieder ganz anders. Aber immer nach Bauchgefühl, so dass es uns allen damit gut geht. Manchmal ist es nicht einfach, genau wie Du es schreibst ... aber auch das meistert man irgendwie.

    Leider gibt es in unserem Umfeld zuviele, die es anders machen und uns schief anschauen, dass Laura viel getragen wurde oder mit uns schläft usw. Aber wir haben gelernt damit zu leben ;) und meiden solche Leute (und Krabbelgruppen) ...

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  2. Am Anfang war ich ja skeptisch als diese Briefchen bei uns ins Haus flatterten, aber mittlerweile lese ich sie auch richtig gerne. Vieles kommt mir da sehr bekannt vor! ;-) Ich kann mich noch an eine Phase erinnern in der alle Leute toll waren, Papa, Oma, Tagesmutti. Nur auf Mama wollte er nicht hören und es gab ständig Contra, sonst war er das liebste Kind der Welt. Damals hat mir die Erklärung aus dem Elternbrief ganz schön gut getan weil ich doch etwas gekränkt war *hüstel*. So von wegen Abnabelung von der engsten Bezugsperson und Reibung im sicheren Bereich.
    Es tut gut wenn man die Erklärung kennt die ja eigentlich eher positiv ist. :-)

    LG Shiva

    LG Shiva

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