Mittwoch, 25. April 2012

Unwirklich..

wenn ich die Kinder ins Bett bringe, habe ich sehr oft Zeit zum Nachdenken.. manchmal schlafe ich auch darüber ein und eigentlich schleiche ich mich dann irgendwann wieder hinaus. Das eine Kind hat einen extrem festen Schlaf und das andere wird von jedem Husten wach und schläft am Besten, wenn die Nähmaschine surrt... Jedenfalls kommen mir dann Gedanken, wieso ich das eine Kind dann in den Kindergarten gehe um mit dem anderen dann spielen zu gehen, wieso wir so viel Arbeiten, um dann noch mehr konsumieren zu können und wieso am anderen Ende der Welt es ganz anders ist.. arbeiten um zu überleben, wäre doch eigentlich ausreichend.. essen weil man Hunger hat. Wir tun das meiste weil es uns Spaß macht.. wir arbeiten, weil es uns Spaß macht. Wir essen, weil es lecker ist und gut schmeckt. Wir geben unsere Kinder in die Hände anderer, weil wir dann all dies tun können .. in Ruhe und Alleine. Ja manchmal finde ich das Leben schon sehr kurios und ich brauche diese Gedanken auch. Sie helfen einen auf dem Teppich zu bleiben, alles zu hinterfragen und nicht alles als selbstverständlich anzunehmen. Bei uns ist auch nicht immer Sonnenschein, wir arbeiten viel, haben viel Verantwortung und versuchen diesen Spagat zwischen Kindern und Karriere... wieso machen wir das eigentlich. Ich möchte zwar auch mit niemanden tauschen, aber manchmal wünsche ich mir weniger Dinge um mich herum, weniger Termine und Verpflichtungen.. am anderen Ende der Welt geht jetzt die Sonne auf.. irgendwo und vermutlich wunderschön und da wäre ich jetzt in einem Camper mit den Kindern und Mr. Melone.. den Moment geniessen und Träume haben. Na gut dann arbeite ich mal jetzt für den nächsten Urlaub.. soll ja kein Traum bleiben.

Kommentare:

  1. Ich lese immer gern bei dir und teile häufig deine Ansichten. Deinen Gedanken heute folgen zu können, hat mich berührt. Ein sehr schöner, fast schon poetischer Post.

    Alles Liebe, Vera.

    AntwortenLöschen
  2. sehr interessanter Post:
    Aber zu dem "Weggeben": In anderen Ländern, wo sie Kinder nicht abgegeben werden (können) haben sie dafür ein paar Geschwister und Nachbarskinder mehr zum Sozialisieren, dass muss man hier ja auch irgendwie bekommen.

    AntwortenLöschen
  3. Ich kann dem nur zustimmen. Und es trifft auch meine Gedanken (in so einem dunklen Zimmer mit fast schlafendem Kind, aht man ja Zeit für soetwas). Nun muss ich aber gestehen, dass am anderen Ende der Welt Kinder meist viele Kinder um sich rum haben - und das (ohne eine Diskussion lostreten zu wollen) zumindest mein Kind auch braucht. Und nein, das kann ich ihm hier nicht bieten. Die Kinder hier spielen nich auf den schönen städtischen Spielplätzen, sondern auf den Gärten/Wiesen/Spielplätzen auf dem Grundstück ihrer Eltern. Und ja, ein Tag, an dem sich alles um Kind und Haushalt dreht ist schon. Aber sieben Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr, doch immer wieder die selben Dinge tun. Am Abend das selbe vorfinden, wie am Vorabend und wissend, dass es morgen nicht anders sein wird!? Nein, auch das ist für mich nicht befriedigend. Wenn ich ehrlich bin, haben wir soviele Erleichterungen im Alltag (Küchengeräte, Waschmaschine, Autos, Supermärkte), dass ich am Ende des Tages nicht müde genug bin, um mich nicht so fragen "Und wo stehe ich dabei?". Also doch arbeiten (wenn auch nur Halbtags), Kind in die Kita bringen und abends nach einer Runde spielen, Kind ins Bett bringen und "erwachsensein", glücklich ins Bett gehen.

    Liebe Grüße,
    Pauline

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar.. noch so winzig klein oder gar kritisch.. immer her mit euren Ansichten, Meinungen und Ideen.
Nicht immer schaffe ich jeden Kommentar zu beantworten oder auch in eure Blogs zu schauen.. ich tue mein Bestes, aber die Familie und das reale Leben haben oberste Priorität in allem was ich tue.
♥lich eure cocoschock oder madame jordan