Sonntag, 13. Oktober 2013

Abgestillt...

nach 2 Jahren 5 Monaten und 14 Tagen .. irgendwie kam es plötzlich, aber doch irgendwie auch nicht. Ich hatte einfach keine Lust mehr und Sie hat das auch gemerkt. Kinder sind da echt sehr sensibel und meist klappt es besser, wenn wir es wirklich wollen, davon überzeugt sind und uns wohl fühlen.. im Herzen und im Kopf. Es hat sich irgendwie rausgeschlichen aus dem Alltag schon länger.. ok ich fand es auch irgendwann nervig nicht mehr in Ruhe auf dem Sofa zu sitzen oder sie überhaupt auf dem Arm haben zu können, schwupp ging ihre Hand ins Shirt und sie war angedockt. Naja nun war es halt nur ab und zu soweit und dann fand ich es komisch.. es war mehr Trost oder Kuscheln als Nahrung und das haben wir oft auch anders gelöst.

Dabei geholfen haben mir viele Dinge, aber vor allem, das ich es selber nicht mehr wollte und gemerkt habe, das es Zeit wird.. ganz ohne Druck von außen.

Dazu komt ja auch, das die Kinder auch viel anderes an Nahrung zu sich nehmen und man da dann auch meist etwas isst und dann stillt.. es wird zweitrangig und verlagert sich dann mehr auf die gemeinsame Zeit zusammen. Das kann man ersetzen durch intensives Spielen, Vorlesen oder Kuscheln.. so war es bei uns. Jetzt muss ich zwar morgens um 7:15 Uhr spätestens aus dem Bett, weil dann Türme oder Häuser gebaut werden müssen anstatt gemütlich im Bett zu stillen.

Man kann nicht alles haben und so nutze ich die Zeit, wenn sie im Spiel ist, auch mal ins Buch zu schauen. Genauso auf dem Sofa lesen wir jetzt zusammen und reden, lachen und machen Quatsch.. zwischendurch oft einige Nachfragen auch nach der 'nana', aber dann kommt auch schnell 'nana leer' oder 'ich groß'. Ja das mit dem Großsein hat sich die große Schwester ausgedacht, weil die trinkt ja auch nicht mehr.

Schade das nun dieses Kapitel auch so schnell vorbei ist, aber wir haben es sehr genossen.. dafür kann ich jetzt wieder im Lieblingsweingut einen Wein für abundzu bestellen.. auch nicht schlecht.. war ich doch seit fast 6 Jahren schwanger oder am Stillen.

Alles hat seine Zeit und braucht Geduld.. die ersten Tage gab es etwas warmes zum Trinken im Bett, aber am 3. war das dann auch egal.. im Arm halten und einkuscheln. Ein paar Tränchen gab es auch.. ja auch Abschied nehmen gehört dazu.

*HachSeufz*

Kommentare:

  1. och ich versteh dich gut, bei der mini (3. kind) hab ich auch 27 MO gestillt und mit wehmut aber doch auch freude haben wir gemeinsam dann ein ende gesetzt. obwohl sie am nächsten tag nochmal zu mir kam und meinte "doch nicht groß, baby, will buuuusiiii" :)
    glg andrea

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  2. Wir sind jetzt bei 2 Jahren und 3 Monaten und langsam möchte ich auch abstillen. Wir haben schon länger auf abends und nachts stillen reduziert, aber da wird es glaub ich sehr schwer werden anders Trost zu finden. Ein bisschen Zeit gebe ich uns noch und versuche diese Verbundenheit noch zu geniessen. Ich hoffe dass es dann auch so gut funktioniert wie bei euch.
    Lg Christina

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  3. Ich kann mitfühlen, mein Sohnemann wurde vor 2 Wochen abgestillt mit 25 Monaten. Am Schluss habe ich mich oft innerlich gewehrt gegen das Stillen und so fand ich es nun auch an der Zeit abzustillen. War nicht ganz einfach, da er fast den ganzen Tag (und die Nacht) am Nuckeln war. Seither merke ich, wie viel mein Zwerg essen kann. Das hat er vorher alles von mir abgezwackt :-)
    Und ich habe endlich weniger Hunger :-D

    Liebe Grüße, Helena

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  4. Hach ja... Für mich beginnt mit der Geburt unseres zweiten Kindes die Stillzeit bald wieder...

    Ich weiß noch, wie wir bei Klara mit vollendetem fünftem Lebensmonat mit dem ersten Möhrenbrei angefangen haben, weil wir ihre Gier auf unser Essen bemerkt haben... Tjaja, das würde ich heute auch nicht nochmal so machen, sondern mich lieber an der BLW-Methode orientieren - das scheint mir natürlicher, gerade weil man nicht gleich eine komplette Mahlzeit ersetzt, sondern ja sozusagen nur die Neugier "stillt" (haha). Leider kannte ich diese Methode vor vier Jahren noch nicht, und auch jetzt habe ich lange suchen müssen, bis ich wieder auf den Begriff kam!

    Ich finde es toll, dass ihr euch ganz auf euch selbst verlassen habt, und euch nicht von anderen habt verrückt machen lassen. Ich kann mir vorstellen, dass du vielen rollenden Augen begegnet bist, oder?

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  5. Schön, dass es sich so von selber ergeben hat. Ich finde auch, dass sich das Abstillen meist automatisch vollzieht. Zumindest war es bei meinen beiden Großen so. Anton stille ich ja noch voll (er ist aber auch erst 4 Monate alt), werde aber ab Januar wieder arbeiten gehen und dann zufüttern. Mir graut schon davor, aber wahrscheinlich regelt es sich auch diesmal wieder von selbst.

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  6. oh ja ich verstehe dich auch .... bei uns wurde es jeweils länger, ich glaube im nachhinein, ich habe die zwischen-zeichen übergangen, oder den Abzweig verpaßt, auf jeden Fall habe ich es wieder intensiver werden lassen und mich später gewundert, beim ersten Kind kam etwas Streß von außen und hausgemachter hinzu als sich mit 27 Monaten die zweite Dame ankündigte, und ausgerechnet da das Bedürfnis der ersten absolut nicht geringer wurde, im Gegenteil. Ich habe muß ich gestehen ganz oft nach Wutanfällen das Kind wieder zur Ruhe gebracht, ich hätt gar nicht gewußt wie man das sonst anstellt , bzw. das Kind dies schafft... Ja ja. Bei beiden Kindern ging es dann mit einer klaren Abmachung, bei beiden mit Tränen, aber lustigerweise erinnern sie sich ja (altklug) jetzt daran, wie das war " Also ICH hab aufgehört als ich.... " :)

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