Freitag, 9. Januar 2015

Tränen ...

der Freuden oder der Traurigkeit habe ich gerade geheult.. ohne Ende, aber keine Angst.. Ich war nur im Kino und habe 'Honig im Kopf' geschaut.
Im Lieblingskino um die Ecke .. seit gefühlten Zeiten mal wieder abends und nicht nachmittags im Kinderprogramm.

Ich bin kein großer Fan von Till Schwieger, aber da ich Didi schon als Kind geschaut habe oder schauen musste, war es irgendwie ein Muss. Das Thema des Films berührt sehr stark, besonders wenn man selber damit in Berührung kommt und auch das ein oder andere aus der Familie kennt.

Demenz ist schleichend und für die Angehörigen oft sehr schwer zu ertragen.. es gibt gute Tage und schlechte Tage. Bei meinem Onkel haben wir, wenn wir zu Besuch waren oft gute Tage erlebt, was vielleicht auch daran lag, das wir ihn unser ganzes Leben lang kannten und viele schöne gemeinsame Erinnerungen hatten in denen wir abtauchen konnten. Von früher Erzählen habe ich schon immer gemocht und als Kind die Geschichten und Bilder geliebt... auch wenn es oft die gleichen waren.

Ach und wisst ihr was.. die Frisur von Didi erinnerte mich die ganze Zeit an meinen Papa, so schön zerzaust und abstehend, sieht er auch immer aus, wenn er lange nicht beim Friseur war, was aber nicht sehr häufig passiert.. aber komplett mit Rauschebart in weiß sehen sie sich sehr ähnlich. (Paps ich liebe dich)

Es gibt auch etwas Kritik, denn mir persönlich waren die Autos, das Haus und die Party zu groß und unrealistisch inszeniert .. weniger wäre mehr gewesen und auch die wilde Autofahrt in Hamburg erinnerte eher an James Bond und hätte meinetwegen auch als Fahrt mit dem Bus viel leiser sein können. Denn leise war der Film meist.. ruhig, harmonisch und mit ganz viel Liebe.
Das merkt man auch an dem Kuscheltier Berta, welche von der lieben Suse entworfen wurde und bald als Schnittmuster erhältlich sein wird.

So nun sitzen wir auf der Couch und denken mal wieder über den Sinn von allem nach.. das Hamsterrad in dem man sich bewegt und wie man es neu gestalten kann. So ein Film macht nachdenklich und angesichts der Nachrichten, ist einem doch eher zum Heulen als zum Lachen. Ich möchte nicht politisch werden, aber ich ich bin für mehr Toleranz schon immer..

Dann weinte das Kind und als dann alle beruhigt und eingekuschelt im Bett lagen, kotzte die Katze.. genau das ist das wahre Leben.. aber wirklich! Ich liebe es irgendwie ...

Kommentare:

  1. Ich habe den Film auch geschaut und war ähnlich be- und gerührt. Die Überdimension der Verhältnisse fand ich auch eher unpassend, aber es sollten wohl extrem schöne Bilder zur Untermalung dienen. Ein Plattenbau wäre hier eben Fehl am Platz gewesen. Ich habe mich auch gefragt, ob eine Krankenschwester und ein Maler wohl die Möglichkeit hätten, einen Angehörigen in Vollzeit zu pflegen. Wohl kaum!
    Trotz alledem hat mir die Kulisse des Films natürlich sehr gefallen und Lust auf Urlaub in Italien gemacht.

    Mehr Toleranz ist immer gut und ein Plädoyer wert.

    Viele Grüße
    pipa

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  2. hihi, die kotzende Katze holt einen dann doch wieder zurück in die Wirklichkeit. Früher wäre ich erbost darüber gewesen, heute mit 2 Kindern, Nr3. unterwegs, und mehr Lebensweg ringt es mir eher ein Lächeln ab, wenn ich auf dem Boden kniend noch die Überreste wegwischen darf.. Es ist halt so.
    Da ich gerade eh so sentimental bin, hebe ich mir den Film für nach der Schwangerschaft auf.

    Liebe Grüße
    Janina

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  3. ..und dann kotzte die Katze .....liebe Christiane... danke für diesen Moment der Heiterkeit ;o) ich möchte den Film auch sehr gerne sehen, bisher hat es leider noch nicht geklappt... danke für Deine Filmkritik !
    LG nach Berlin !
    Katja

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  4. Oh ja, ich würde mir den Film auch gerne anschauen, weiß aber nicht ob ich es ertrage, mein Vater hat Alzheimer im Anfangsstadium, schon seit Jahren und es geht schleichend. Noch ist eigentlich alles Gut, bis auf manche Sachen die uns hellhörig machen und bei meinem Mann bin ich mir auch nicht sicher ob da mal nicht irgendwann was mkommt, er ist ja auch schon 50 und hmmm, ja, er geht aber nicht zum Arzt, menno.

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